Arabian Summer - Buntes Schauprogramm, Turnier, Distanzritt und eine Fohlenschau lockten nach Marbach -
AN / Fast war es so, als wehte am Sonntag der Wüstenwind durch die große Arena des Haupt- und Landgestüts Marbach. Zwölf edle Vollblutaraberstuten flogen mit ihren anmutigen Kindern nur so über den Sand, wie es eigentlich bei den Marbacher Hengstparaden Tradition ist. Den Fohlen, allesamt Söhne und Töchter eines Hengstes, der schon als Junior mit Championatstiteln gekrönt wurde und im Besitz von Prinzessin Alia von Jordanien ist, galt ein ganzes Wochenende in Marbach. Insh Allah ist der Vater, das königliche Geschenk ans Traditionsgestüt für eine Zuchtsaison.

Marbacher Stuten mit den schönen Kindern des Welt-Champions Insh Allah beim bunten Schauprogramm
Den »Arabian Summer« mit Dressur- und Springprüfungen, buntem Schauabend und Westernturnier für arabische Pferde samt Distanz-Rennen des Asil-Clubs hatte der Zuchtbezirk Baden-Württemberg des Verbandes der Züchter und Freunde des Arabischen Pferdes (VZAP) zum ersten Mal im Haupt- und Landgestüt auf die Beine gestellt.
Top-Zeugnis für Fohlen
Fünfjährig und blütenweiß hatte die königliche Leihgabe aus dem Orient, in dessen Ahnentafel alles vertreten ist, was in der weltweiten Araberzucht Rang und Namen hat, auch private Züchter aufmerken lassen. Zu den Marbacher Vollblutaraberstuten, die bei der Fohlenschau am Sonntagmorgen vor Publikum von den Auszubildenden des Haupt- und Landgestüts vorgestellt wurden, waren sechs Privatzüchter mit ihren Stuten und Fohlen auf die Alb gereist. Das Publikum beklatschte die kleinen Springinsfelde, alles angehende Schimmel wie ihr Vater, die zum Teil gar nicht gehorsam an Mutters Seite traben wollten und lieber dreiste Sprünge machten. Und Willi Poth, international tätiger Richter auf den Araberschauen der Welt, stellte dem Jahrgang ein Top-Zeugnis aus: »Eine ganz gleichmäßige Gruppe vielversprechender Fohlen.« Dass Arabische Pferde nicht nur wunderschön, sondern auch leistungsbereite Sportpartner sind, bewiesen die Marbacher und viele Gäste bei den Turnierprüfungen im Springen, Dressur und den Westernklassen am Wochenende und in einem dreistündigen Schauprogramm mit Pferden vieler Rassen am Samstagabend in der großen Reithalle.
Da katapultierte der Shirehengst Toc Hill Jack Demaine gut gelaunt in eleganten Hüpfern seine tausend Kilo Lebendgewicht in die Luft, drehten die Distanzreiter nach absolvierten Rennen noch fit genug ihre Runden, konnten Araber in klassischen Dressurschaubildern bewundert werden und feuerte das Publikum die tollkühnen Westernreiter beim Pole Bending, einem Slalom, der im halsbrecherischen Galopp geritten wird, an.
Distanzritt für Kinder
»Integration ins Geschehen der Großen, Motivation und die Freude am Reiten« standen beim Kinder- und Jugend-Distanzritt im Vordergrund«, unterstrich Anton Baumann, der mit Ina Bader zum sechsten Mal mit den »großen und kleinen« Distanzreitern von nah und fern nach Marbach gekommen war. Über die vielen jungen Teilnehmer freuten sich die Macher besonders. »Wir hatten noch nie so viele Anmeldungen für den acht Kilometer langen Distanzritt der Kinder und Jugendlichen«, freute sich Baumann. Mit 25 Teilnehmern, davon acht Kinder mit Behinderung, ging es am Sonntag um acht an den Start. Zu den jüngsten Starterinnen zählte die dreijährige Esther Knoch aus dem Westerwald, die in diesem Jahr auf »Bengat Summer-Snowflake« durchs Gelände ritt.
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